Die Schneekönigin #5

Ninja vs. General Boron

Einige Minuten vergehen und Boron kann den Ninja dabei zusehen, wie sie sich beraten. Ihn amüsiert es, wie sie ihm zitternd immer wieder Blicke zuwarfen und sein eisiges Lachen, welches er deshalb von sich gab, schien sie zusätzlich zu verunsichern.

Ein Fluchtversuch folgte, jedoch wurde dieser schnell mit einer Eismauer vereitelt, welche Boron in einem weiten Bogen um sich und die Gruppe zog. Ein Wink mit der Hand genügte für solchen Kleinkram. Nun könnten sie ihm nicht mehr entkommen. Er wollte mit ihnen spielen – und er würde mit ihnen spielen.


Die Ninja waren alles andere als begeistert, dass sie nun gegen diesen Gegner kämpfen mussten. Erneut erklang sein grausames kaltes Lachen, welches mehr Ähnlichkeit mit dem Gelächter eines Wahnsinnigen hatte und ein weiteres Mal zog ihnen die Kälte in die ohnehin schon unterkühlen Glieder.

Alle Blicke wanderten zu Shikamaru, welcher sich sichtlich unwohl fühlte in dieser Situation. Er war ihr genialer Stratege und alle warteten darauf, dass ER ihnen sagte, was sie tun sollten. Ihr aller Leben hin von seinem Verstand ab und zum ersten Mal seid langer Zeit hatte er Angst einen Fehler zu machen. Die falsche Entscheidung zu treffen. Einen Plan zu entwickeln, der nach hinten losging.

Zunächst ließ er Karin die Stärke des Generals einschätzen, jedoch war an ihm kein Chakra wahrnehmbar, wodurch sie keine Informationen darüber geben konnte. Neji und Hanabi hatten das gleiche Problem, zudem konnten sie auch keine Chakrapunkte bei dem Gegner erkennen, womit sie im Nahkampf nicht sehr hilfreich waren. Shikamaru beschloss daher, dass die beiden Hyuugas die Medi-Nins und Fernkämpfer verteidigen sollten.

Auf Shikamarus Kommando hin testeten Gai und Lee, wie es im Nahkampf mit dem General aussah. Der Mann trug zwar dem Anschein nach eine äußerst robuste Rüstung, doch hatten sie keine Waffe entdecken können. Hinter den beiden Tai-Jutsu Spezialisten folgten Sasuke und Kakashi. Kiba und Akamaru sowie Choji hatte der Stratege an die Flanken geschickt, damit einer von der rechten und der Andere von der linken Seite in den Kampf eingriff.

Ein Schlaghagel von Gai und Lee ging auf den General nieder, jedoch trafen alle Hiebe auf eine Schicht aus Eis, welche sie um den Mann zu bewegen schien und immer dort zugegen war, wo sie zu ihrem nächsten Schlag ansetzten. Kein einziger Schlag oder Tritt der beiden Ninja kam bis an die Rüstung heran.

Ein Blitz ging auf den General nieder, welcher von Sasuke kam, jedoch wurde auch dieser abgeblockt. Jedoch nicht von der Eisschicht, welche zuvor verhindert hatte, dass er getroffen wurde. Ein Ring aus umherwirbelnden Knochen war um den Schwarzen Ritter erschienen und sog den Blitz förmlich in sich auf. Auch der darauf folgende Schwerthieb blieb in den Knochen hängen und wurde davon geschleudert.

Ähnlich sah es mit Kakashis Angriffen aus. Er hatte Kunai geworfen, welche mit Briefbomben versehen waren. Diese wurden entweder von der Eisschicht oder von den Knochen abgeblockt und landeten weit verteilt um den Ritter herum. Zum Leider der Ninja war eine Explosion nicht mehr abzuwenden, wodurch Choji von seinem Angriff komplett abgehalten wurde, da einige in seiner direkten Umgebung detoniert waren und der Akimichi nun zunächst zusehen muss, dass er aus der Gefahrenzone kam. Leider stand er nämlich auf dem Eis des Sees, welches nun unter seinem Gewicht gefährlich zu knacken begann.

Kiba hatte etwas mehr Glück und konnte den Briefbomben ausweichen. Zusammen mit Akamaru setzte er zu einem Angriff an, der jedoch in einem Windstoß endete, welcher hinter dem Ritter begann und alle Ninja um ihn herum zu den Anderen zurück schleuderte.

„Das ist Unglaublich! Habt ihr das gesehen?“, kam es von Neji, welcher den gesamten Kampf bis ins letzte Detail mit seinem Byakugan beobachtet hatte.

„Was genau meinst du?“, wollte Shikamaru darauf wissen und sah zu dem Hyuuga, welcher unweit seiner Linken im Schnee saß. Der Windstoß war so heftig gewesen, dass selbst die hinteren Ninja noch umgeweht wurden.

„Dieser Boron hat sich nicht einen Millimeter bewegt. Er steht noch genauso da, wie zuvor.“, offenbarte Neji seine Beobachtung und fast synchron schlich sich das Entsetzen auf alle Teammitglieder.

„Was? Das … Das kann nicht sein!“, stotterte Lee und zitterte dabei am ganzen Körper. Dieser Zustand lag jedoch nicht an Nejis Aussage, denn der Ninja hatte Schnee unter seine Kleidung bekommen und frierte nun dementsprechend.

„Es stimmt aber. Ich hab es auch bemerkt.“, bestätigte Hanabi die Beobachtung ihres Cousins und sah weiterhin zu dem Ritter.

„Wie stark ist der nur?“, fragte Karin mehr zu sich selbst, während sie ihrem Liebsten dabei half den Schnee aus der Jacke zu bekommen, denn auch Sasuke hatte bei dem Windstoß Schnee unter die Kleidung bekommen.

„Wie stark ist wohl erst die Königin, wenn wir bei ihm schon solche Probleme haben?“, deutete der Nara an und schluckte seinen halbgefrorenen Speichel hinunter. »Kaum zu glauben, wie Kalt das hier ist, wenn mir meine Spucke schon im Mund weg friert.«, dachte er sich und wandte seine Aufmerksamkeit wieder dem General zu. Er hatte sich nun doch bewegt. Das hatte Shikamaru genau gesehen.


Mit einem Grinsen, welches durch seinen Helm leider nicht von seinen Gegnern bemerkt wurde, schaute er den Ninja dabei zu, wie diese erneut diskutierten und in einigen wenigen Fällen sogar mit dem Schnee in ihrer Kleidung kämpften. »Die ersten Erfahrungen haben sie jetzt gemacht. Fangen wir also an zu spielen.«, dachte er sich darauf und begann seine linke Hand auszustrecken.

Es folgten an mehreren Stellen auf der Fläche zwischen den Ninja und dem General kleinere Beschwörungen. Mühsam kämpften sich Knochenwesen aus dem Eis, bis sie schließlich aufrecht standen. Einige Skelette hatte der Schwarze Ritter beschworen und auch ein paar seiner Ghule kamen aus dem Eis gekrochen.

Abwarten standen sie dort und rührten sich nicht, so wie ihr Meister. Nach einigen Momenten marschierten sie dann los. Die Skelette langsam und schleichend, während die Ghule in einem deutlich schnelleren Tempo auf ihre Gegner zu wackelten.


Von dem überrascht, was sie da sahen, waren die Ninja zunächst überfordert und starrten ihre neuen und zweifelsohne toten Gegner fassungslos an. Yamato löste sich als Erster aus seiner Starre und war so geistesgegenwärtig die nähenden Toten, mit einem seiner Holzjutsus am Boden festzuwurzeln.

Die weiblichen Anwesenden betrachteten mit angewiderten Gesichtsausdrücken die Ghule und machten fast gleichzeitig einige Schritte rückwärts, während die Jungs wirkten, als wären sie festgefroren – oder in einem Fall auch neugierig, was auf Sasuke zutraf. Dieser näherte sich vorsichtig den angewurzelten Kreaturen und nahm dieser genauer unter die Lupe. Shikamaru gesellte sich nach kurzer Zeit zu ihm und betrachtete diese Gegner ebenfalls.

„Und was machen wir jetzt mit denen?“, wollte Sasuke nach einigen Minuten wissen und piekste mit seinem Schwert vorsichtig nach dem Ghul, welcher ihm am Nächsten stand.

„Da fragst du mich was. Wie tötet man etwas, was nicht mehr lebt?“, grübelte der Nara weiter und betrachtete ratlos die gefangenen Gegner. Darauf warf er erneut einen Blick auf den General, welcher seinen Arm wieder hatte sinken lassen und ein weiteres Mal regungslos in der Gegend herumstand. Warum bewegte sich dieser Typ fast gar nicht?

Ein erschöpftes Stöhnen kam Yamato, welcher sich weiterhin auf sein Jutsu konzentrierte. „Überlegt euch etwas, ich kann sie nicht ewig festhalten.“

Da hatte der ehemalige ANBU allerdings Recht, das wusste der Nara. Sehr lange würde der Mann ihre Gegner nicht mehr festhalten können. Sie müssten sich also schnellstens etwas einfallen lassen.

„Abartig wie die Stinken.“, kam es einige Meter weiter von Kiba, welcher sich zu den Mädels zurückgezogen hatte. Für seine überempfindliche Nase war der Geruch zuviel, weshalb er sich die Nase zuhielt. Akamaru schien es nicht anders zugehen, denn der Hund lag am Boden und hatte seine Pfoten auf die Schnauze gelegt.

Ein Einfall kam nun von Kakashi, welcher ebenfalls angestrengt über die Situation nachdachte: „He Sasuke, hau mal einem den Kopf runter!“

Der Angesprochene schaute seinen ehemaligen Sensei skeptisch an und schien sich nicht sicher, ob dies wirklich klappen konnte.„Meinst du das funktioniert?“, fragte er vorsichtshalber nochmal nach und wandte seinen Blick wieder auf den Ghul einige Schritte weiter.

„Keine Ahnung, aber ‚Kopf vom Körper trennen‘ ist die Standartmethode in den Zombiefilmen.“, gab Kakashi mit einem Schulterzucken zu und bekam einen verwunderten Blick von dem Uchiha.

„So einen Quatsch guckst du?“, kam darauf von diesem und mit einem abschätzenden Blick wandte er sich wieder dem Ghul zu.

„Was denn? Jeder hat doch seine Hobbys!“, rechtfertigte sich der Hatake und sprach darauf eine weitere Tötungsmethode an: „Abfackeln wäre die zweite Möglichkeit. Probiere doch einfach mal, dann wissen wir ob es geht. Vielleicht hilft es ja auch bei echten Zombies.“

„Und wir dachten immer, dein Hobby wäre lesen.“, seufzte eine Rosahaarige einige Schritte weiter.

„Jo, das ist mein anderes Hobby.“, bestätigte darauf ihr ehemaliger Sensei und grinste unter seiner Maske.

„Mein Gott, Kakashi!“, rief Sakura aus und schüttelte den Kopf. „Sexbücher und Zombiefilme? Weiß Ayame schon, worauf sie sich da eingelassen hat?“

„Nein, bisher nicht.“, kicherte der Ältere und grinste unter seiner Maske so breit, dass man es deutlich erkennen konnte.

Währenddessen hatten Sasuke und Shikamaru begonnen, die vorgeschlagenen Methoden zu testen. Dafür hatte Yamato ihnen ein Skelett und einen Ghul aus seinen Wurzeln befreit.

Zunächst hatte der Uchiha beiden Wesen den Kopf runter gehauen. Die erhoffte Wirkung war jedoch ausgeblieben. Das Skelett lief nun Kopflos umher und schien nach seinem Schädel zu suchen, welcher unweit von seinem Körper auf dem Boden und mit Klappergeräuschen am rummeckern war. Der Ghul war nach dem Verlust seines Kopfes in Einzelteile zerfallen. Dies schien ihn jedoch nicht davon abzuhalten, sich weiter zu bewegen, den nach kurzer Zeit baute er sich selbst wieder neu zusammen und stand erneut vor den beiden Ninja. Uchiha und Nara warfen sich darauf einen kurzen undefinierbaren Blick zu und betrachteten den Ghul von neuem. Er stand zwar wieder, jedoch war sein Zusammenbau etwas ‚Missglückt‘. Kurz ausgedrückt: An dem Ghul war nichts da, wo es normalerweise hingehört.

Yamatos Kraftreserven waren mittlerweile so erschöpft, dass er seine Gefangenen freilassen musste. Diese gingen jedoch nicht auf ihre Gegner los, sondern besahen sich zunächst ihrer beiden Kollegen. Einige Skelette und Ghule zeigten verwundert auf die beiden Experimente und gaben laute von sich, welche wohl ein Lachen darstellen sollten. Andere gingen auf diese zu. Zwei Ghule nahmen ihren Bruder beiseite und Zerlegten diesen, um ihn anschließend erneut zusammenzubauen. Diese neue Version war jedoch gleichermaßen Falsch und so versuchten sie es ein weiteres Mal. Das Ergebnis blieb jedoch das selbe. Ein Skelett schnappte sich das Haupt seines kopflosen Partners und setzte es darauf auf seine vorgesehene Position. Nur leider falsch herum, weshalb das ehemals kopflose Skelett nun alles Kopfüber sah und zudem eine schöne Aussicht nach hinten hatte.

Die Ninja betrachteten dieses Spektakel mit gemischten Gefühlen.

„Teste jetzt mal das Abfackeln.“, meinte Shikamaru zu dem Uchiha, welcher direkt neben ihm stand und sofort formte dieser einige Fingerzeichen und schoss eine riesige Flammenwand auf die Toten zu. Die Skelette schauten sich verwundert um und hatte nicht begriffen, was da eben passiert war. Als sie darauf jedoch die Ghule erblickten welche brennend und Hektisch durch die Gegend liefen, zeigten sie ein weiteres Mal auf diese und begannen erneut mit ihren seltsamen Lachlauten.

„Ich komm mir langsam verarscht vor.“, meinte Sasuke darauf und betrachtete das Szenario noch einige Momente.

Auch Shikamaru beschlich das Gefühl, das hier etwas nicht stimmte. Dies lag jedoch nicht daran, das sie diese Wesen nicht vernichten konnten. Eher hatte es mit dem seltsamen Verhalten der Toten zu tun. Und warum bewegte sich der General nicht? Wieso stand er nur stumm in der Gegend herum und schaute ihnen zu? Irgendwas war hier Faul!


Innerlich kämpfte Boron mit einem Lachanfall, welchen er sich nach außen hin natürlich nicht anmerken ließ. Es war ein zu köstlicher Anblick, welche die verwirrten Gesichter der Ninja gerade boten und auch seine Ghule lieferten ein super Schauspiel. So gut hatte sich der General wahrlich schon lange nicht mehr amüsiert. Doch wusste er auch, dass er dieses Spiel nicht ewig spielen konnte, denn mit der Zeit würden sie verdacht schöpfen.

Ein stummes Kommando folgte und seine Untergebenen warfen ihm einen abwartenden Blick zu. Ein kurzes bläuliches Aufleuchten folgte und sie zerfielen allesamt zu Staub.

Nun wollte Boron auch selbst etwas aktiven Spaß haben.

Ein Gedanke zu „Die Schneekönigin #5“

  1. Hi.

    Was ich noch sagen wollte, wie es scheint schaust du auch GoT,
    denn das Blaue leuchten der Augen kommt von dort und das ein oder andere auch, dass gefällt mir.

    Ja, langsam sollte er was tun, denn Er will sie ja testen,
    ob seine früheren Freunde, es mit der Königin aufnehmen können un es sieht nicht gut aus.

    Bis zum nächsten Kapitel

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