Another Vampire Story #6

Hätte man Tsunade noch vor wenigen Stunden gesagt, dass man mit Danzo auch ganz normal reden könnte und das die alte Mumie sogar mal nützlich werden würde, sie hätte die Person für verrückt erklärt. Trotzdem war Danzo nun hier, half ihr bei einem Problem und war dabei ungewöhnlich umgänglich.
»Gut, da wir bei Naruto ja nun gewissermaßen sicher sind, worauf es hinauslaufen wird. Braucht er seine Zähne nur zum Beißen oder auch zum Trinken?«, wollte Tsunade dann erstmal wissen.
»Nur zum Beißen«, antwortete die Mumie schlicht.
»Und das Blut? Muss es direkt aus dem Körper einer Person kommen? Oder würde auch ein Transfusionsbeutel gehen?«, fragte sie weiter.
»Ist völlig egal, wo es herkommt. Hauptsache es ist Blut. Sobald er was getrunken hat, sollte sich sein Körper recht schnell regenerieren. Und seine neuen Zähne wachsen dann auch endlich. Wenn sie nicht jetzt schon zu sehen sind«, meinte Danzo.
»Gut. Shizune holst du bitte eine der Bluttransfusionsbeutel?«, bat Tsunade ihre Assistentin.
»Sind 500ml nicht etwas viel? Er braucht doch nur 100«, fragte Shizune nach.
»Eigentlich ja, aber so ausgehungert, wie er derzeit ist. Ist es nicht schlimm. Er soll sich erstmal satt trinken können«, sprach Tsunade ihr Gedanken aus.
Shizune nickte nur und verließ darauf den Raum.
»Er muss es auch trinken«, meinte Danzo dann. »Es ihm als Transfusion geben, wird nicht helfen. Der Körper wird es nicht richtig aufnehmen können, wenn er es nicht trinkt«
»Naruto ist also ein Vampir«, meinte Iruka nachdenklich. Soweit hatte er das begriffen. Aber eines war noch immer unklar »Und wieso? Wie kam es jetzt dazu?«
»Wenn ich die Fakten über Vampire und ihr Blut richtig verstehe, dann kann ein Vampir mit seinem Blut andere heilen. Einer der wenigen Gründe, warum man vor dem Tod schon Vampirblut um Körper haben kann«, erklärte Kurama.
»Dann hat ihn ein Vampir geheilt, als der Akatsuki ihn getötet hat?«, fragte Iruka weiter.
»Nein. Da war niemand in der Nähe. Weder vor noch nach dem Tod hat jemand Einfluss auf Narutos Körper genommen. Und der grundlegenden Wirkung des Blutes nach würde ich mal sagen, dass Naruto es schon Jahre im Körper hat«, vermutete der Fuchs.
»So lang bleibt das aber nicht. 2-3 Tage, danach verliert sich die Wirkung und es verschwindet aus dem Blutkreislauf«, erklärte Danzo.
»Das ist korrekt. Allerdings haben normale Menschen, die Vampirblut aufnehmen, auch keinen Bijuu in ihrem Körper. Naruto hat vor über 10 Jahren einen Mann im Wald getroffen, der ihn mit seinem Blut geheilt hat und seitdem hat er immer wieder Tage, wo sein Körper recht hyperaktiv ist und wesentlicher schneller heilt, als üblich. Im Schnitt sind es 2 Tage, wo er so darauf reagiert und dann sind 2 Tage Pause und dann kommt es wieder«, erklärte der Fuchs.
»Hm, vor 10 Jahren hat Alastair mich besucht. Ein befreundeter Vampir. Er hatte davon erzählt, dass er einen Jungen im Wald geheilt hat«, erinnerte sich die Mumie.
»Und was hat das jetzt mit dir als Bijuu zutun, dass der Effekt des Blutes immer wieder mal auftauchte?«, wollte Tsunade wissen.
»Naruto war noch ein Baby, als er mein Jinchuuriki wurde. Dadurch hatte er nie ein eigenes Immunsystem. In dem Fall gibt der Körper des Trägers automatisch alles an den Bijuu ab, was er nicht weiter zuordnen kann. Jedes Bakterium, was keinen Sinn erfüllt und jeden Virus. Sowie alles, was sich gar nicht zuordnen lässt. Narutos Körper hat das Vampirblut daher an mich weitergeleitet, weil er damit nichts anfangen konnte. Mein Körper hingegen ist dämonisch und hat den Nutzen des Vampirbluts erkannt und an ihn zurückgegeben, statt es zu vernichten, weshalb es dann wieder bei ihm landete. Und so ging es immer weiter, bis zu dem Punkt, wo er starb«, erklärte der Fuchs sachlich.
»Das heißt also, wenn das Blut des Vampirs in dem Moment bei dir gewesen wäre, wäre Naruto ganz tot gewesen«, erkannte Iruka und war geschockt.
»Ja, allerdings wusste ich halt auch nicht, was es ist. Ich wusste nur, dass da was ist. Es gibt zu viele Dämonenartige, die solche Effekte erzielen können, um sie genauer einzugrenzen und da wir dem Mann am Tag begegnet waren, hatte ich auch nicht an einen Vampir gedacht«, führte Kurama seine Erklärung fort.
»Ist ja nicht schlimm. Hauptsache wir wissen es jetzt«, meinte Tsunade darauf. »Und was vermutest du, wieso Narutos Wandlung jetzt so lang dauert?«
»Möglicherweise, weil er das Vampirblut schon so lang in sich trägt. Oder es liegt ebenfalls an meiner Anwesenheit. In gewisser Hinsicht heile ich Naruto ja ebenfalls, wenn ich es auch nicht direkt beeinflussen kann. Vielleicht klappt diese Umwandlung dadurch nur verzögert, oder auch nur sehr langsam«, mutmaßte der Bijuu.

Als Shizune zurückkam, saß Tsunade mit Danzo am Tisch. Er sah sie fast emotionslos an und schien auf eine Art Reaktion zu warten, während sie eine Seite inspizierte, auf der oben drüber ganz groß das Wort »Mumie« zu lesen war.
»Und wie lang ist das schon so?«, wollte Tsunade wissen. Dabei sah sie nicht auf, sondern las weiter.
»Keine Ahnung, wann genau es passierte. Aber mehr als 20 Jahre sind es mittlerweile schon. Alastair lernte ich vor 21 Jahren kennen und zu der Zeit war ich schon vollständig gewandelt. Er hat mir gesagt, dass ich eine Mumie bin. Vorher wusste ich selbst nicht, was mit mir los ist«, erklärte der Ältere.
Tsunade schloss die Augen und dachte einen Moment nach. Darauf schloss sie das dicke Buch und sah Danzo an. »Darf ich das Buch eine Weile behalten? Ich würde es mir gern genauer ansehen«
»Klar«, meinte Danzo schlicht.
»Was ist los mit dir?«, wollte Tsunade darauf wissen, denn ihr kam es langsam seltsam vor, dass Mr nervtötend Nummer 1 an diesem Tag völlig anders drauf war, als sie es von ihm gewohnt war.
»Was soll den sein?«, fragte Danzo und tat so, als wüsste er nicht, wovon sie redete.
»Tue nicht so scheinheilig«, gab sie zurück und fixierte ihn mit ihren Blicken. »Du weißt genau, was ich meine. Sonst bist du nicht nur völlig anders drauf, du scheinst auch ständig auf Krawall gebürstet«
»Bin ich echt so schlimm?«, wunderte sich Danzo.
»Schlimm ist noch eine Untertreibung!«, meinte Tsunade streng.
»Dabei versuche ich doch nur davon abzulenken, dass ich eine Mumie bin«, meinte Danzo frustriert. »Bisher wusste hier niemand davon. Weder Hiruzen hatte eine Ahnung, noch wissen es Koharu oder Homura. Und im Root gibt es nur eine Handvoll Personen, die zumindest wissen, dass da was ist, aber auch sie wissen nicht, was los ist«
»Weiß Sai es?«, fragte diesmal Naruto.
Ohne, dass die Erwachsenen es mitbekommen hatten, war der junge Blonde erwacht und hatte das Gespräch eine Weile belauscht.
»Sai weiß es so halb. Daher hat er mich darauf hingewiesen, dass es dir nicht gut geht. Er hat mich gefragt, ob ich vielleicht weiß, was mit dir los ist. Anhand seiner Beschreibung ließ sich zwar vermuten, was es sein könnte, aber es blieben zu viele Möglichkeiten offen, weshalb es mir selbst ansehen musste und deswegen bin ich jetzt hier« erklärte Danzo.
»Warum wolltest du immer die Kontrolle über mich haben?«, fragte diesmal Kurama.
»Ja genau. Das würde ich auch gern wissen. War das übliche Gerede von der Waffe alles, oder hatte es noch einen anderen Grund?«
»Dich zu einer Waffe zu machen, war das einzig logisch erklärbare, was mir einfiel. Anders hätte ich die Wahrheit sagen müssen und davor hatte ich zuviel schiss«, gab die Mumie kleinlaut zu.
»Und was war dann der Grund?«, wollte jetzt Tsunade wissen.
»Ah, ich weiß wieso!«, rief der Fuchs aus. »Weil du ein Untoter bist. Im Ernstfall wärst du als Untoter die einzige Person gewesen, die mich hätte zügeln können«
»Korrekt. Naruto war damals noch ein Baby. Er selbst hätte nichts tun können, um dich zu bändigen, daher war ich die einzige Person im Dorf, die es gekonnt hätte, ohne dass wir dafür noch jemanden hätten opfern müssen. Und im Laufe der Zeit wollte ich ihm dann beibringen, wie er mit dir umgeht und was er als Jinchuuriki eigentlich ist. Allerdings habe ich auch nicht geahnt, dass ihr zwei euch so gut verstehen würdet«, meinte Danzo darauf.
»Und als dann die Monsterpropaganda begann, wollte ich es noch mehr, aber Hiruzen war ja dagegen«, setzte er nach einer kurzen Pause noch hinterher.
»Aber das kam nicht von dir, oder wie?«, fragte diesmal Naruto.
»Nein, das ging vom Uchiha Clan aus«, kam diesmal überraschenderweise von Shikaku.
Danzo nickte nur und meinte: »Sie haben die Leute im Dorf auf dich gehetzt, weil sie als Ninja nicht auf dich losgehen durften. Allerdings haben sie es auch nicht verhindert, dass man dich ständig verprügelt hat.«
»Ja, das hab ich gemerkt, dass sie mehr Spaß am Zusehen hatten«, sprach Naruto verächtlich.
»Meines Wissens nach gab es nur 3 Uchiha, die sich nicht beteiligt hatten. Und das war Shisui, der zu mir gehörte. Itachi, der zur Anbu gehörte und dessen Gerechtigkeitssinn und Dorfliebe viel zu stark war, um das Konoha derart zu gefährden …« begann Danzo.
Und Naruto schloss seine Überlegung: »Und Sasuke war noch zu Jung, um es zu verstehen«
»Korrekt«, bestätigte die Mumie.
»Shisui hat mir damals davon erzählt, was die Uchiha geplant hatte. Er war zu der Zeit in meinen Zustand eingeweiht, weshalb er wusste, warum ich dich wirklich zu mir holen wollte. Weil die Gewalt der Uchiha dir gegenüber derart rasant zugenommen hatte, dass es drohte, völlig außer Kontrolle zu geraten, hat er mit Itachi den Plan gefasst, dass sie das Dorf von ihnen säubern. Zumal sie es ja nicht nur auf den Kyuubi abgezielt hatten und damit auf dich, sondern meines Wissens nach auch auf Hiruzen, weil Fugaku offenbar gezielt darauf hingearbeitet hatte, Hokage zu werden. Ihr Plan war daher, dass sie dich so weit bringen, dass du die Kontrolle verlierst. Dann sollte Kyuubi im Dorf wüten und alles zerstören und Fugaku wäre mit seinem Sharingan aufgetaucht, so wie Madara einst, um den Kyuubi zu manipulieren und das Dorf damit zu schützen. Aber erst, nachdem der 3. Hokage vom Fuchs getötet worden war«, erzählte Danzo von dem, was ihm einst von Shisui erzählt wurde.

Ein Gedanke zu „Another Vampire Story #6“

  1. Hey 🙂 ,
    und hir noch ein kleiner komi ^^ .
    Hmm~ also ich muss sagen Danzo ist doch irgendwie nett, aber das der ein Baby lieber das Leben versaut, bevor es irgend eine Changse auf Leben hat, nur damit es ihm besser geht ist gemein. Deshalb trau ich ihm noch nicht wirklich. Wer weiss was er noch tut um sein Leben zu retten, auch der Angst muss man sich stellen.

    Das Mumie sein passt zu ihm.^^

    Lg
    Fabel

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