Another Vampire Story #8

Offenbar brauchte Tsunade ein paar Minuten länger, um sich wieder mit ihrer Umgebung zu befassen, weshalb Shizune sich zunächst der Blutentnahme bei Inoichi widmete. Kakashi kümmerte sich derweile um Jiraiya, der noch immer platt auf dem Boden lag.
Der Sannin war ansprechbar und konnte noch nicht fassen, was diese Feststellung für die Zukunft bedeutete. »Bist du sicher?«
»Ne, kein bisschen«, meinte Naruto schlicht. »Ich hab immerhin keine Ahnung, was ich hier mache. Das sind einfach Eindrücke, die ich vom Blut bekomme. Ob es wirklich stimmt, müsst ihr schon selbst rausfinden.«
»Blutgruppe und Alter stimmten immer. Und er hatte sogar den Knoblauch gerochen, den Iruka vor 3 Tagen gegessen hatte«, meinte Shikaku nachdenklich. »Warum sollte es bei allem anderen dann falsch sein?«
»Es ist derzeit halt Neuland für Naruto, da sind Anfängerfehler erlaubt«, meldet sich Shizune zu Wort. »Allerdings glaube ich auch nicht, dass da was falsch war. Als heilerisch begabter Vampir scheint er sowas im Gespür zu haben.«
»Aber … Wieso ist sie jetzt schwanger? Tsunade hatte gesagt, dass sie ihre Menopause hat. Da geht das doch nicht mehr. Und sie ist auch schon über 50!«, meinte Jiraiya darauf fast schon entsetzt.
Mit einem Mal war Tsunades Salzsäule wie aufgelöst. Sie wirkte wieder putzmunter und motze auch schon los: »Du solltest echt mal zuhören! Ich sagte, ich wünschte, ich wäre schon durch die Menopause. Und nicht, dass ich schon durch bin! Dieses unberechenbare Hin und Her geht mir nämlich total auf den Sender. Erst monatelang nichts, dann gleich drei Mal innerhalb kürzester Zeit hintereinander, sowas nervt einfach!«
»Tsunade, beruhig dich!«, meinte Naruto zwischen ihrer Schimpftirade.
Weil sie nicht hören wollte, sagte er es nochmal mit etwas mehr Nachdruck und zog sie dabei auch zu sich aufs Bett, was sie vorerst stoppte. »Jetzt lass den Unsinn! Du trägst 2 kleine Mädchen in deinem Bauch und die bekommen alles mit. Und mit über 50 bist du ohnehin schon einer Risikoschwangerschaft ausgesetzt. In deinem Alter musst du vorsichtig sein, also entspann dich und ignorier den perversen Idioten einfach, solang er nichts Sinnvolles macht.«
»Wer sagt, dass ich überhaupt Mutter werden will?«, kam es von der Älteren darauf eingeschnappt.
»Ich sag das! Du bist nämlich die Letzte deines Clans. Und wenn du die Mädchen nicht bekommst, hat Konoha keine Senju Erben, die uns später mit ihrem Temperament genau so auf Trapp halten können, wie du es machst«, grinste Naruto sie an, legte all seinen Charme hinein und zwinkerte ihr oben drauf noch verschwörerisch zu.
Da musste auch Tsunade wieder lächeln und darauf meinte sie »Schön, aber nur unter einer Bedingung!«
»Und welche wäre das?«, wollte Naruto darauf wissen.
»Du wirst der Pate der Mädchen und versprichst mir, dass du auf sie aufpasst!«, forderte die Senju.
»Was? Ich?«, fragte Naruto überrascht.
»Als Untoter kannst du schlecht nochmal sterben und wir beide sind nicht mehr die Jüngsten. Da hätte ich die Mädchen gern in zuverlässige Hände«, gab sie ihren Gedanken preis.
Der junge Vampir war sich nicht ganz im Klaren darüber, ob Tsunade sein untotes Dasein schlicht mit Unsterblichkeit verwechselte, die Tatsache ungewollt verdrängte, dass man sicher auch seine Existenz irgendwie auslöschen konnte, oder ob etwas anderes für diese Aussage verantwortlich war. Fürs Erste ließ er sie jedoch in dem Glauben. Untote lebten und starben anders als Normalsterbliche und fürs Erste hatte er kein Interesse rauszufinden, was ihn langfristig ins Grab befördern konnte. Er war schon froh, dass in nächster Zeit keinen Sarg von innen erkunden musste.
»Bin ich auch für«, sprach diesmal Jiraiya, wofür Naruto ihn zunächst verwirrt ansah. Durch seine Gedanken war er kurzfristig abgelenkt. »Du wirst der Pate von den Mädchen«, setzte der Sannin noch hinterher. Und da wusste auch Naruto wieder, worum es ging. Es war zum Glück noch das gleiche Thema.
»Gern«, stimmte Naruto schließlich grinsend zu. In gewisser Hinsicht freute er sich auch. Pate dieser Kinder zu werden, war sehr wahrscheinlich die einzige Möglichkeit überhaupt irgendwie Kinder zu bekommen. Schwul und untot war keine besonders fruchtbare Kombination.
»Schön. Und jetzt lass dich mal ansehen, kleiner Vampir«, meinte Tsunade, stand auf und zog Naruto die Decke weg. »Los, aufstehen«
Naruto kam der Forderung bereitwillig nach, denn er wollte auch wissen, ob und wie stark das Blut bereits zur Besserung beigetragen hatte. Er zog auch sofort das Shirt aus, als Tsunade ihn darum bat, und entdeckte sofort die verblüfften Gesichter, als er wieder freie Sicht hatte.
»Du bist zwar noch immer unglaublich schlank, aber du siehst deutlich gesünder aus«, meinte Iruka als Erster.
Tsunade untersuchte ihn kurz oberflächlich und fragte dabei auch »Wie ist es mit deinem Hunger? Oder Durst? Brauchst du noch etwas?«
»Ne, ich fühl mich eher überfressen«, meinte Naruto darauf.
»War auch mehr, als du brauchst. 100ml am Tag reichen völlig aus, um einen Vampir bei Kräften zu halten«, erzählte Danzo.
»Gut zu wissen«, meinte Naruto schlicht.
Darauf inspizierte sie seine neuen Zähne, die mittlerweile bereits alle voll rausgewachsen waren.
Währenddessen fragte Danzo »Mich würde jetzt interessieren, ob das Siegel noch funktioniert. Als Vampir hat man eigentlich kein Chakra. Du bist daher kein Ninja mehr, sondern eine Art Magier«
Naruto und Kurama starrten sich für einen Moment verwundert an.
»Ich kann nicht mehr in seinen Körper verschwinden«, meinte der Fuchs schließlich verwirrt.
»Und scheinbar ist auch unsere Gedankenübertragung futsch«, kam gleich darauf von Naruto.
»In dem Fall müssen wir uns überlegen, wie wir das vor dem Dorf rechtfertigen. Die Bewohner werden auf jeden Fall durchdrehen, wenn sie rausfinden, dass der Kyuubi nicht mehr an seinen Jinchuuriki gebunden ist«, sprach die Mumie seufzend.

Eine Weile überlegten sie, was man machen könnte. Da wurden einige Theorien vorgebracht, die mal mehr und mal weniger praktisch waren.
»Egal, was es letztlich wird. Es darf nichts sein, was im Dorf für so viel Chaos sorgt, dass Tsunade dadurch körperlich überstrapaziert wird. In dem Fall gehen ihre Kinder vor«, bestimmte Naruto und war in der Hinsicht auch unnachgiebig.
»Und wenn wir dich dann einfach töten?«, fragte Shikaku nach.
»Ich dachte, ich bin schon tot«, fragte Naruto verwundert.
»Untot, nicht ganz tot«, meinte Shikaku weiter, ehe er begann, seine Idee zu erläutern. »Aber das weiß außer den hier Anwesenden niemand. Nicht einmal dein Freundeskreis, also unsere Kinder.«
»Ich hab sie alle weggeschickt. Sogar Sakura«, setzte Tsunade hinterher.
»Wieso eigentlich? Sie ist dich auch eine Iryounin. Sie hätte auch hier bleiben und dir helfen können«, wunderte sich der junge Vampir.
»Ja schon. Aber ich hab auch irgendwie geahnt, dass sich heute Nacht schon etwas ändert und ich wollte nicht, dass sie dir beim Sterben zusehen muss. Ich hab das schon oft genug mit Freunden hinter mir und weiß, wie sehr das belasten kann«
Verstehend nickte Naruto der Senju zu. Er hatte es nicht anders gemacht. Allein zu wissen, dass er wohl nicht überlebt, wäre schlimm genug. Da musste sie es nicht auch noch mit ansehen, wie es passierte. Glücklicherweise war er nur untot und nicht ganz tot, wie Shikaku so schön sagte. Aber das konnten sie vorher nicht wissen.
Wie genau dem Mann im Kopf umherspukte, wusste der junge Vampir dennoch nicht. »Und was war jetzt deine Idee?«, wollte er daher vom Nara wissen.
»Wir erklären dich ganz offiziell für tot. Wenn du möchtest, dürfen deinen Freunden natürlich erfahren, was wirklich passiert ist. Fakt ist jedoch erstmal, du bist an dieser seltsamen Krankheit gestorben und der Kyuubi ist dadurch befreit worden«, erklärte der Mann auch direkt.
»Und wie soll es dann weitergehen?«, fragte diesmal Tsunade.
»Wir haben keinen anderen Uzumaki, weshalb es unmöglich war, den Fuchs woanders hin zu sperren. Daher hat Danzo ihn vorübergehend an sich genommen, weil er angeblich jemanden kennt, der auf einem alternativen Weg mit ihm umgehen kann. Ich würde zudem vorschlagen, dass Naruto und Kurama für einige Tage erstmal ins Root gehen, wo sie niemand sieht. Dort kann Naruto sich auch in Ruhe mit seiner neuen Existenz auseinander setzen«, sponn der Nara seine Geschichte weiter.
»Ein Dämonenkundiger vielleicht. Es gibt Städte mit untoten Bewohnern in Europa, wo sie sich mit anderen untoten Arten, Dämonen und Geistern beschäftigen«, meinte Danzo dazu. »Und wie genau Naruto den Fuchs kontrolliert, muss keiner wissen.«
»Eigentlich kontrolliere ich ihn gar nicht. Wir sind Freunde, das ist alles«, sagte Naruto dazu.
»Wie gesagt: Das muss keiner wissen«, meinte Danzo schlicht. »Und wenn du magst, kann ich auch Alastair eine Nachricht schicken, damit er mal vorbei kommt. Dann kannst du dich mal mit einem erfahrenen Vampir austauschen.«
»Das wäre super«, fand Naruto.
»Der Dämonenkundige sollte dann auch als erfahren dargestellt werden. Er muss genau wissen, was er tut, damit es für die Bewohner nicht seltsam ist, wenn Kurama frei in seiner Umgebung herumläuft. Das heißt anders herum auch, egal was Naruto befielt, Kurama wird es machen müssen«, meinte diesmal wieder Shikaku.
»Auch die Hundekommandos«, grinste Naruto und wuschelte seinem Fuchs über den Kopf.
»Wenn es sein muss«, meinte Kurama schlicht. »Du bist zum Glück ja niemand, der es mit sowas übertreibt.«
»Alles Weitere könnten wir auch später noch besprechen. Für den Moment zählt erstmal, wollen wir das denn auch so durchziehen?«, fragte Tsunade in den Raum und es schien, als wären alle einstimmig dafür.
»Schön. Dann nimmt Danzo jetzt unseren vorläufig namenlosen Vampir und Kurama mit und ich erkläre Naruto für tot«, meinte die Senju darauf.
»Senko«, meinte Kakashi anschließend.
»Hm?«, fragte Tsunade und auch alle anderen wirkten eher verwirrt.
»Der Vampir heißt Senko«, bestimmte der Hatake einfach.
»Wieso gerade Senko?«, wollte Naruto darauf wissen. Zwar freute er sich irgendwie, dass er von seinem heimlichen Schatz einen Namen bekam, aber es verwirrte ihn doch etwas.
»Senko bzw Lichtblitz in Anlehnung an unseren gelben Blitz, deinem Vater«, erklärte Kakashi die Namenswahl.
Für den Moment war Naruto sprachlos. Darauf registrierte aber auch er, was genau es bedeutete und fragte »Wie jetzt? Im Ernst? Der Yondaime war mein Vater?«
Da staunten auch Kurama und Iruka, die es bisher ebenfalls nicht gewusst hatten. Allerdings schienen alle anderen genau zu wissen, wovon Kakashi geredet hat.
»Und ja, ich weiß, dass er es eigentlich erst später erfahren sollte, aber wenn wir Naruto eh für tot erklären, kann er es jetzt auch so wissen. Zumal er mit neuer Identität ohnehin keinen wirklichen Nutzen aus seiner Abstammung ziehen kann. Da soll er Wegnistens etwas haben und der Name passt doch gut«, meinte der Hatake noch darauf.
»Dann wusstet ihr quasi alle, wer meine Eltern sind und keiner von euch wollte es mir sagen?«, fragte Naruto diesmal etwas traurig.
»Das ist eine lange Geschichte, kleiner. Ich werde dir später ein bisschen was erzählen, wenn du magst«, meinte Danzo darauf.
»Na gut. Und wie soll ich ins Anbu Root kommen, ohne das mich jemand sieht?«, wollte Naruto darauf wissen.
»Wie wäre es, wenn du Sai mit einigen Kleidungsstücken vom Root vorbei schickst? Und dann bringt er ihn rüber. So würden sie aussehen, wie zwei normale Roots auf dem Weg durchs Dorf«, meinte diesmal Tsunade.
Danzo nickte und verabschiedete sich vorerst, um alles zu arrangieren.

2 Gedanken zu „Another Vampire Story #8“

  1. Hi, es ist toll.

    Die Ergänzungen gefallen mir alle, bis jetzt ist es so gut und wie du ja schon weißt hast du neben mir noch eine treue Leserin.

    Bis demnächst.
    Bye

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