Another Vampire Story #10

Der nächste Vormittag war angebrochen und Tsunade hatte mit Danzo die angebliche Überführung der Leiche vom Krankenhaus ins Root geplant. Die sollte schon vor der Dorfversammlung stattfinden, damit die Bewohner sahen, dass was passierte und damit niemand im Nachhinein mehr an den unechten Leichnam gehen konnte. Sollte ja nicht rauskommen, dass es nur ein Fake war. Zudem war es auch Teil der Geschichte, dass Danzo über Leiche und Kyuubi wachte, damit von dem Fuchs keine Gefahr ausging.
Bisher schien keine Nachricht über Narutos Tod nach außen vorgedrungen zu sein. Darüber war Tsunade auch dankbar. Es hatten nur die Schwestern auf der Station erfahren und sie hatten offenbar den Mund gehalten, wie es verpflichtend war. Zudem hatten sie Naruto zuletzt auch sehr abgemagert gesehen, mit eingefallener Haut.
Laut Danzo hatte Senko in den letzten Stunden nicht nur zu seiner alten Stärke zurückgefunden, wenn auch auf etwas andere Weise als zuvor (er war ja jetzt kein Ninja mehr), er hatte sich wohl auch etwas weiterentwickelt, denn er war jetzt plötzlich größer als Sai, obwohl sie am Vorabend noch gleichgroß waren. Zudem wirkte er nicht mehr wir ein Jugendlicher, sondern mehr wie ein junger Erwachsener.
Um ihn als neue Person ins Dorf einzugliedern, war das durchaus von Vorteil.
Als Nächstes stand das Gespräch mit Narutos Freundeskreis auf dem Programm. Dazu hatte sie auch Kakashi gebeten, obwohl er am Vorabend schon alles erfahren hatte. Jiraiya war bereits bei ihr im Raum und inspizierte das Ultraschallbild, auf dem nicht mehr als zwei kleine Erbsen zu sehen waren. Nach so wenigen Wochen der Schwangerschaft konnte man jedoch nicht viel erwarten. Allein das Ultraschallbild belegte aber schon, dass es definitiv zweieiige Zwillinge waren. Der junge Vampir hatte also recht behalten.
Bevor sie sich der angesammelten Meute vor ihrem Büro widmen konnte, trat Shizune zu ihr und brachte ihr die Blutergebnisse von Inoichi und ihre eigenen. Die Schwangerschaft war zwar schon bestätigt, aber sie wollte zur Sicherheit nachschauen, ob alle anderen Werte in Ordnung waren, um eventuellen bösen Überraschungen vorzubeugen. Eine Schwangerschaft in ihrem Alter war ein Risiko für sich, da wollte sie sich lieber doppelt absichern.
»Shikaku und Inoichi sind ebenfalls hier. Offenbar wollten sie vorsichtshalber auch dabei sein, wenn wir die Kinder einweihen«, berichtete Shizune zudem.
Tsunade nickte. »Lass sie alle rein, damit wir es hinter uns bringen können.«

Es dauerte nicht lang und die Mitglieder der Teams 8, 9 & 10, sowie Sakura, die aus Team 7 die einzige Anwesende war, die noch keine Ahnung hatte, waren in zwei von drei Botschaften eingeweiht, die Tsunade ihnen angekündigt hatte. Bevor sie sagte, worum genau es ging, waren ihre Worte nämlich, sie hätte eine gute und eine schlechte Nachricht. Sowie eine, die irgendwo dazwischen war.
Die gewissermaßen schlechte Nachricht war ganz klar, dass Naruto ab sofort tot war. Die damit verbunden mittlere Botschaft, er ist nicht wirklich tot. So wird es nur später verkündet und die derzeit Anwesenden dürfen wissen, was wirklich los ist.
Alle Details hatte Shikaku ihnen erklärt.
»Naruto wollte, dass ihr es auf jeden Fall wisst, denn er wird ja weiterhin in Konoha leben. Bis alles soweit geklärt ist, versteckt er sich wie gesagt bei den Roots und dann kommt er unter dem Namen Senko ins Dorf und ihr könnt ihn wiedersehen«, erklärte Tsunade nochmals.
»Aber wir dürfen ihn erstmal nicht so behandeln, wie unseren Freund Naruto«, meinte Shikamaru darauf.
»W-wieso nicht«, wollte Hinata darauf wissen. Sie wirkte fast schon schockiert, als der junge Nara das sagte.
»Naja. Senko ist im Prinzip ein Fremder. Wir wissen zwar, wer er ist und er weiß Gleiches von uns, aber an sich sind wir uns vorher nie begegnet, weshalb es seltsam wäre, wenn wir gleich auf beste Freunde machen. Wir müssen ihn quasi neu kennenlernen«, erläuterte Shikamaru seinen Gedanken dahinter.
»Wenn er jetzt quasi neugeboren ist, als Vampir, dann braucht er doch auch einen neuen Geburtstag«, meinte Ino darauf.
»Wie wäre es mit dem Tag, an dem seine Wandlung zum Vampir begonnen hat. Der Tag, an dem er starb. Vor 3 Monaten«, meinte Sakura darauf. »Oder alternativ das Datum von gestern, wo seine Wandlung beendet war.«
»Ich fände Letzteres besser«, meinte Ino wieder. »Sonst kann er dieses Jahr keinen Geburtstag feiern. Wenn er gestern hatte, holen wir die Party einfach nach, sobald er wieder da ist.«
»Super Idee, dann können wir die nächsten Tage schon mal schauen, was wir ihm zum Geburtstag schenken«, meinte Sakura lächelnd.
»Er wird dann bei mir wohnen. Wir könnten auch einfach gemeinsam ein Zimmer für ihn renovieren und einrichten«, verkündete der Hatake.
Den Jugendlichen schien diese Idee zu gefallen und sie diskutierten auch direkt in dieser Richtung weiter, doch Tsunade hatte noch andere Dinge zutun und stoppte sie schnell.
»Ihr könnt euch später noch darüber unterhalten. Vorerst habt ihr einen toten Freund und dementsprechend solltet ihr euch auch verhalten. Es käme den Leuten hier im Dorf sicher seltsam vor, wenn ausgerechnet Narutos Freundeskreis es völlig egal zu sein scheint, dass er tot ist«, belehrte sie die Gruppe zunächst.
Lee schniefte und hatte überdeutliche Tränen in den Augen. »Ich vermisse ihn jetzt schon.«
»Einen Oskar für diese schauspielerische Leistung«, kicherte Tenten neben ihm.
»Das war mein Ernst. Er ist zwar noch da, aber er ist kein Ninja mehr. Ich werde nie wieder mit ihm trainieren können«, beschwerte sich der Junge im grünen Kampfanzug.
Alle Anderen lachten deswegen.
»Ich dachte mir bereits, dass es einigen von euch leichter fallen wird, Naruto zu betrauern.« Dabei fixierte die Senju den weinenden jungen Ninja. »Anderen wird es jedoch schwerer fallen, weshalb ich mir für euch eine Kleinigkeit überlegt habe, damit ihr gleich nicht bei der Dorfversammlung dabei sein müsst.«
»Und was wäre das?«, hakte Sakura nach.
»Ihr werdet zeitgleich mit der Versammlung seine Wohnung räumen, damit sein Vermieter sich nicht an seinen Sachen vergreift. So ist dann bereits alles aus, wenn er es später versuchen sollte. Und laut Naruto weiß Shikamaru auch, wo sich der versteckte Raum befindet und wie man dort rein kommt«, erklärte die Hokage.
Verblüfft starrte der Junge zur Frau hinter dem Schreibtisch. »Ich darf ihnen den Raum echt zeigen?«
»Ja und er hat dort drin auch Dinge, die er mal an seine Freunde verschenken wollte und du würdest zudem wissen, was für wen bestimmt ist«, meinte Tsunade weiter.
»Können wir das denn einfach so mitnehmen?«, wollte diesmal Ino wissen.
»Ihr steht alle in Narutos Testament. Statt es euch zu schenken, vererbt er euch jetzt halt, was ihr ohnehin bekommen hättet«, warf Jiraiya ein.
»Aber vorab müsst ihr alle auf diesem Formular unterschreiben, dass ihr euer Erbe auch annehmt«, fuhr Tsunade fort.
Nacheinander kamen sie alle zu ihr hervor und sahen sich die Liste der Erben an. Es war wirklich für jeden von ihnen etwas dabei. Sogar für die Senseis. Dazu würden Tsunade, Jiraiya und Iruka eine Kleinigkeit bekommen.
Als Asuma für sein Erbe unterschreiben sollte, starrte er verwundert auf die Liste.
»Wieso bekomme ich zwei Dinge und alle anderen nur eines?«, hakte er nach.
»Eines davon ist für Konohamaru. Er ist allerdings noch zu Jung, um zu erben und mit der aktuellen Situation auch nicht vertraut. Deswegen sollst du es annehmen und an ihn weitergeben«, erklärte Tsunade ihm.
Verstehend nickte Asuma und setzte seinen Namen an die vorgesehene Stelle.

Als sie auch mit dem Thema fertig waren, blieb nur noch eine Sache zu klären.
»Und was ist die letzte Botschaft gewesen, die du uns mitteilen wolltest?«, fragte diesmal Kurenai an Tsunade gewand.
Die Hokage seufzte erstmal und sah kurz zu Jiraiya auf, ehe sie das Bild in die Hand nahm, was auf ihrem Schreibtisch lag. »Ich bin schwanger«, meinte sie schlicht.
Die Jungs waren sprachlos, die Mädels kreischten vergnügt, denn Babys waren was Tolles, und als es wieder leiser war, fragte Asuma: »Schwanger? In deinem Alter? Das geht noch?«
Wofür er auch direkt erstmal von Ino den Ellenbogen in die Seite bekam.
»Es hat mich auch überrascht, aber ja, ich bin wirklich schwanger. Und wenn Naruto mit das gestern Abend nicht offenbart hätte, wäre mir das selbst nicht so schnell laufgefallen«, berichtete Tsunade.
»Und wie hat Naruto das bemerkt?«, wollte jetzt Sakura wissen. Die Neugierde ihrer medizinischen Seite war geweckt.
»Offenbar kann er einiges aus dem Blut lesen, wenn er es auf der Zunge hat«, warf diesmal Kakashi ein. Zwar hatte Naruto es bei ihm nicht so direkt gemacht, wie bei den anderen, aber der Vampir hatte ja sein einstmals gespendetes Blut getrunken und hatte auch dadurch schon genau gewusst, von wem es war und noch einiges anderes.
»Ich hatte mir in den Finger gepikst und er hat nur einen Tropfen runtergeleckt und mir darauf gesagt, dass ich seit 3 Wochen schwanger mit zweieiigen Zwillingen bin, beides Mädchen und Jiraiya wäre der Vater«, erklärte Tsunade im Anschluss. »Der Ultraschall hat auf jeden Fall bestätigt, dass es zweieiige Zwillinge sind«
»Ist ja abgefahren«, staunte die Rosahaarige.

Tsunade hatte im Prinzip alles gesagt, was es zu sagen gab und war auch schon dabei die Gruppe wieder zu entlassen, als ein Nara sich zu Wort meldete.
»Eine Kleinigkeit muss ich nochmal nachfragen, denn das will mir gerade nicht aus dem Kopf«, begann Shikamaru.
»Und was wäre das?«, wollte Tsunade wissen.
»Ihr hattet gesagt, dass Danzo den angeblichen Dämonenbändiger kennt und ins Dorf holt, um Senko entsprechend wieder einzugliedern. Wieso zieht er dann direkt bei Kakashi ein? Die müssten sich doch auch nicht kennen«, erzählte der Junge von seinen Bedenken dazu. »Wäre es da nicht besser, wenn Kakashi ihn zufällig irgendwo kennengelernt hat, auf einer seiner Missionen vielleicht und ihn ins Dorf bittet, um uns zu helfen. Da würde es dann passen, wenn die sich kennen, dass er ihm auch ne Wohnung anbietet. Alles andere könnte ja so bleiben.«
»Ich gebe zu, den Teil hatte ich jetzt nicht bedacht«, meinte der Ältere Nara darauf. »Aber es kam auch erst danach zu dem Fakt, dass Senko bei Kakashi wohnen würde, weshalb ich dann nicht mehr daran gedacht hatte.«
Nickend stimmte die Hokage beiden Naras zu. »Berechtigter Einwand. Ich leite es weiter. Deine Anpassung wird auf jeden Fall umgesetzt.«
Anschließend wand sie sich nochmal an Kakashi. »Wenn wir nähere Details haben, melden wir uns bei dir.«
Mehr war nicht zu klären. Die Gruppe ging und ließ Tsunade, Jiraiya, Inoichi und Shikaku im Büro zurück. Sie würden jetzt gemeinsam die Dorfversammlung vorbereiten.

2 Gedanken zu „Another Vampire Story #10“

  1. Hey^^,
    ich find es schön das Naru einen neuen Tag als Geburtstag bekommt. Es ist nur Traurig wenn der Todestag der Eltern und auch der eigene Geburtstag am selben Tag sind.
    Tolles Kapitel
    Lg
    Fabel

  2. Hi.

    Ja, das mit dem Geburtstag ist gut, wenn sie den Dorfbewohnern (von mir auch liebevoll Dorfpack genannt) erfolgreich verklickert haben, dass sich auch mit ihm jetzt befreundet sich, werden sie dann eine Mega Sause veranstalten und Senko (Naruto) kann endlich Geburtstag feiern wie jeder andere auch.

    Was sie wohl bekommen haben, womöglich etwas was jedem einzelnen hilft, in Asuma´s Fall Nikotin Pflaster und Kaugummi, damit Er von den Lungenbrötchen (auch Zigaretten genannt) los kommt.

    Ja, Shikamaru dieses Genie, habe ich schon gesagt das ich den jungen mag?
    Ja? Dann ist ja gut, Er wäre ein super Hokage.

    Bis demnächst.
    Bye

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